Gemüse und Obst richtig lagern – Tipps #03

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Hallo, heute gibt es mal wieder ein paar Tipps von mir und zwar zu dem Thema Obst und Gemüse richtig lagern. Für mich persönlich ist das in letzter Zeit ein wirklich wichtiges Thema geworden, denn es sieht nicht nur gut aus, sondern du hast auch viel länger etwas von deinem Obst und Gemüse. Hast du auch Tipps, wie man richtig lagern kann.

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Obst und Gemüse richtig lagern

Was benötigt man, um Obst und Gemüse richtig lagern zu können:
  • Als Erstes benötigst du einen großen, geräumigen Kühlschrank und idealerweise auch einen kühlen Keller
  • Ein paar Küchenhandtücher
  • Küchenpapier
  • Verschließbare Plastikboxen, Frischhaltefolie oder Plastiktüten (bitte mehrmals verwenden und später als Mülltüte benutzen)
  • Wasser
  • Eventuell ein wiederverschließbares Glas
  • Vielleicht etwas Sand in Kisten

Die meisten Gemüsesorten sollten immer in Plastiktüten, Plastikboxen, in Gläsern oder in Plastikfolie gelagert werden, da der Kühlschrank jedem Nahrungsmittel das Wasser entzieht. Zum Frischhalten von Gemüse solltest du auf keinen Fall Papiertüten für die Aufbewahrung verwenden. Auch diese entziehen dem Gemüse Feuchtigkeit, anstatt vor Ausdünstung zu schützen.

Worauf man bei Obst achten sollte:

Um Früchte richtig lagern zu können, muss man erstmal wissen, ob die Früchte nachreifen müssen oder nicht. Ich habe hier eine Liste der Früchte zusammengefasst. Diese Früchte reifen normalerweise nach. Da sonst das Risiko besteht, dass sie nicht mehr nachreifen oder sich Schimmel bildet, sollten die Früchte beim Kauf auf keinen Fall Druckstellen aufweisen:

  • Mangos
  • Papayas
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Birnen
  • Avocados
  • Tomaten

Diese Früchte reifen nicht nach. Sie sollten von der Mutterpflanze nur nach vollständigem Reifeprozess geerntet werden:

  • Zitronen
  • Orangen
  • Trauben
  • Kirschen
  • Erdbeeren
  • alle Arten von Beeren

Früchte richtig lagern – So geht’s:

  • Vor allem sollte man beim Einkaufen der Früchte aufpassen. Hier sollte man darauf achten, dass die Schnittstiele noch frisch sind. Daran kannst du erkennen, ob das Obst frisch ist oder schon etwas länger dort liegt.
  • Nutze nur vollreife Früchte.
  • Unten beschreibe ich euch welches Obst in den Kühlschrank soll, um es richtig zu lagern.
  • Man sollte bei Früchten auf die Bioqualität achten, denn Früchte werden heutzutage intensiv und mehrmals mit Chemikalien behandelt. Dies geschieht schon während der Blütezeit. Also befinden sich die Chemikalien nicht ausschließlich in der Schale.
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Wie soll ich die einzelnen Früchte richtig lagern?

Fangen wir einmal an mit Ananas, du erkennst eine reife Ananas daran, dass man die mittleren Blätter von der Ananas lösen kann. Außerdem ist eine Ananas reif, wenn sie unten leicht süßlich duftet, also wie der Geruch des Fruchtfleisches. Eine Ananas reift normalerweise nicht nach, das bedeutet, dass man sie sofort verzehren kann oder etwas bei Raumtemperatur lagern kann.

Als Nächstes kommen Melonen. Diese solltest du nicht als Ganzes kaufen, sondern immer nur angeschnitten, weil sonst viel gemogelt werden kann. Du solltest keine Melonen ohne Kerne kaufen, weil die meistens hochgezüchtet sind. Im Bioladen bekommst du nur noch Melonen mit oder gar keinen Kernen. Du kannst bei der Biovariante die Schale direkt mitessen, da sie mehr Nährstoffe besitzt als die Frucht selber. Wenn die Melone angeschnitten ist, sollte sie mit einer Folie im Kühlschrank gelagert werden.

Ich persönlich finde es besonders schwierig Süd- und Zitrusfrüchte richtig zu lagern. Hier ist es besonders wichtig die Früchte lichtgeschützt zu lagern. Sonnenlicht kurbelt den Reifeprozess an. Deshalb abgedunkelt aufbewahren. Es sei denn, man will Früchte nachreifen lassen – dann legt man sie ans Fensterbrett. Diese Früchte sollten nicht unbedingt in kühlen Temperaturen gelagert werden, wenn man sie noch nachreifen sollen. Am besten sind die Temperaturen bei Zimmertemperatur aufgehoben. Bei richtig lagern sollten die Früchte ausreichend Luftkontakt haben, ansonsten schimmeln sie wirklich sehr schnell. Am besten sollte man die Früchte in eine Obstschale legen, die Löcher hat, wie zum Beispiel in ein Sieb oder ein Hängekorb aus Gitter. Achte auch hier auf Schimmelbefall und sortiere möglichst schnell die befallenen Früchte aus.

Steinobst wie Nektarinen, Pflaumen und Pfirsiche sollte am besten bei Zimmertemperatur gelagert werden. Man sollte die Früchte vorher waschen und danach mit einem sauberen Tuch abtrocknen, um richtig lagern zu können. Denn durch diese Prozedur halten sie wesentlich länger frisch.

Als nächstes Bananen, diese reifen innerhalb weniger Tage nach. Auch diese Frucht sollte, um sie richtig lagern zu können, bei Zimmertemperatur gelagert werden. Verzehrt sollte sie erst werden, wenn sie mit braunen Pünktchen übersät ist. Wenn du mal nicht weißt, was du mit übrigen Bananen machen sollst, dann kannst du sie auch geschnitten in einen verschließbaren Beutel in den Gefrierschrank geben.

Avocados zählen auch zu Früchten, diese solltest du unreif einkaufen. Wenn eine Avocado Druckstellen schon im Laden aufweist, kann sie viel schneller anfangen faulig zu werden. Bei Avocados finde ich richtig lagern auch nicht unbedingt so leicht. Avocados lagern auch bei Zimmertemperatur, hier wird sie dann in wenigen Tagen reif.

Wenn du möchtest, dass eine Avocado schneller reif wird, solltest du sie zusammen mit einem Apfel in Zeitungspapier einwickeln. Das aus dem Apfel strömende Reifegas beschleunigt den Reifeprozess. Solltest du bereits eine halbe Avocado verspeist haben, packst  du die andere Hälfte am besten mit dem Kern in den Kühlschrank. So hält sie auch für einen Tag im Kühlschrank frisch. Den Kern kannst du dann später auch noch nutzen, um ihn einzupflanzen.

Jetzt kommen wir zu Beeren, sie halten am längsten, wenn sie ungewaschen und dann mit einem feuchten Tuch in einer verschlossenen Box im Kühlschrank aufbewahrt werden. Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren sind anfälliger als Blaubeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Brauchst du sie erst einige Tage später, friere sie ein.

Zu guter Letzt Feigen. Feigen sollten im vollreifen Zustand gekauft und zu Hause sofort gewaschen werden. Im Kühlschrank halten sie in einer Box mit Küchentuch etwa zwei Tage.

Wie gehe ich mit Ethylen um, damit ich richtig lagern kann

Obst und Gemüse sollten sich gut verstehen, wenn sie zusammen im Kühlschrank, der Obstschale oder dem Keller verbringen. Es gibt nämlich das Reifegas Ethylen, von diesem Gas haben Äpfel ziemlich viel und ihre Gesellschaft schätzen nur wenige. Die anderen Sorten reagieren mit schnellerem Reifen und verderben schneller. Hier sind vor allem Kopfsalat und Gurke sehr stark betroffen. Genauso wie Äpfel haben Pflaumen und Tomaten auch dieses Gas in sich. Diese Sorten sollten immer getrennt aufbewahrt werden.

Ethylen verbreitet sich im ganzen Raum und deshalb sollte man auf alle Fälle immer gut durchlüften, um die Konzentration zu senken. Den Reife-Effekt kann man sich aber auch zunutze machen: Legt man etwa eine unreife Kiwi neben einen reifen Apfel, wird sie schneller genießbar. Wenn du diese Grundregeln zum Früchte richtig lagern beachtest, brauchst du kaum noch etwas wegzuwerfen.

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So muss man Gemüse richtig lagern:

Starten wir erstmal wie du Auberginen, Gurken, Paprika, Zucchini richtig lagern kannst. Wenn du weißt, dass du das Gemüse in den nächsten ein bis zwei aufbrauchst, kannst du sie bei Zimmertemperatur lagern. Wenn du sie erst später zubereiten möchtest, gehören sie idealerweise in den Kühlschrank, um sie richtig lagern zu können. Achtung, dieses Fruchtgemüse reift nicht nach.

Weiter geht es mit Karotte bzw. Wurzelgemüse, das sollte vielleicht im kühlen Keller gelagert werden. Im Keller kannst du dann das Wurzelgemüse in Kisten mit Sand richtig lagern. Du legst die Rote Beete, Karotten, Pastinaken und auch andere in diese Kiste hinein. Der Vorteil hier, um es richtig lagern zu können, ist, dass es nicht zu kalt, aber kühl und dunkel ist. Wenn du keinen Keller hast, wie ich, dann lege das Wurzelgemüse mit einem leicht feuchten Küchenhandtuch in die Gemüseschublade deines Kühlschrankes und platziere das Wurzelgemüse darauf.

Jetzt zu Zwiebeln, diese sollte man kühl und dunkel lagern, aber nicht in den Kühlschrank! Im Kühlschrank werden sie sehr schnell schimmelig. Die Zwiebeln kannst du auch in den Keller packen, um sie richtig lagern zu können. Hier kannst du alternativ auch einen Leinenbeutel verwenden.

Pilze, eines meiner liebsten Gemüsesorten bilden eine Ausnahme, um sie richtig lagern zu können, kannst du sie in einer Papiertüte im Kühlschrank lagern. Sie trocknen zwar auch aus, aber wesentlich langsamer als anderes Gemüse. Dafür werden sie aber umso aromatischer.

Tomaten habe ich auch Probleme sie richtig lagern zu können. Allerdings dürfen sie auf keinen Fall in den Kühlschrank, hier verlieren sie ihr Aroma. Du solltest die Tomaten nicht mit anderen Gemüse zusammen lagern, denn Tomaten strömen ein Reifegas aus, so werden Gemüse, Salate und Kräuter welk. Tomaten reifen nach. Selbst wenn du eine orangene Tomate erwischt, wird diese noch rot. Ist eine schimmelige oder matschige Tomate dabei, dann zieht dies viele Fruchtfliegen an.

Jetzt kommen wir zu Salat, Spinat und Mangold. Dieses Gemüse sollte man sehr vorsichtig behandeln. Am besten packst du das in eine Plastiktüte und lagerst es im Kühlschrank. Länger knackig bleibt das Gemüse, wenn du etwas Wasser hinzugibst. Chicorée sollte genauso wie der Salat gelagert werden. Achtung, Chicorée  sollte kaum Tageslicht abbekommen, sonst wird er bitter und grün.

Dann jetzt Kräuter: Kräuter bleiben länger frisch, wenn du sie in ein feuchtest Geschirrhandtuch packst. So trocknen die Kräuter nicht aus. Wenn die Kräuter schon etwas schlapp geworden sind, dann schneide die Stiele einen Zentimeter ab. Dann stelle sie für einige Stunden in einen Wassereimer oder eine Schüssel die mit Wasser gefüllt ist. Tauche sie komplett in diesem Wasser ein. Wenn du die Stängel nicht anschneidest, dann nehmen sie meist kein Wasser mehr auf. Stelle Kräutersträuße nicht in ein Wasserglas. Die Ausdünstung ist dort meist größer, als die Menge an Wasser, die die Kräuter aufnehmen.

Jetzt Mais, dieser sollte sofort in den Kühlschrank in die Gemüseschublade gelegt werden. Denn Mais verliert Süße, wenn man sie nicht in den Kühlschrank legt.

Sauerkraut sollte in ein wiederverschließbares Glas gegeben werden. Tauche es mit einem Löffel in den Saft hinein, sodass das Kraut nicht mehr herausschaut. So verhinderst du Schimmelbildung.

Lebensmittel für den Kühlschrank:

  • Karotten: wollen es nass haben. Von eventuellem Grün befreien und entweder direkt snackfertig in Sticks schneiden und in ein Glas voll mit Wasser geben oder einfach die ganzen Karotten in ein Gefäß mit Wasser stellen.
  • Rote Bete: ähnlich wie bei Karotten, aber nicht ganz so nass. Wir legen sie meist in eine Schale und ein angefeuchtetes Küchentuch darüber. Wichtig: Falls ihr Bete mit Grün kauft, das unbedingt abschneiden und separat lagern. Das Gleiche gilt auch für Radieschen – das Grün könnt ihr verwenden, beispielsweise für ein sehr leckeres Pesto.
  • Spargel: Genau wie rote Bete – kann man auch komplett mit dem feuchten Tuch umwickeln, wir lassen die Spitzen aber herausschauen, damit etwas „Luft“ dran kommt
  • Gurken: Genau wie Spargel fühlen sie sich in einem feuchten Tuch sehr wohl
  • Zucchini, Auberginen, Brokkoli und Blumenkohl legen wir einfach lose / am Stück auf einen großen Teller
  • Loses Blattgrün wie Mangold, Spinat, Rucola, Pflücksalat etc. wird nach dem Einkauf gewaschen und dann noch minimal feucht direkt im Sieb der Salatschleuder mit aufgelegtem Deckel aufbewahrt
  • Frische Erbsenschoten sollten möglichst frisch gegessen werden und können bis dahin in einem leicht feuchten Tuch gelagert werden
  • Kräuter(Sträußchen) wie Petersilie kommen in ein kleines Glas mit 1-2cm hoch Wasser darin, ähnlich wie bei Blumen

Nicht im Kühlschrank richtig lagern:

Jetzt ein paar Sorten, die nicht in den Kühlschrank sollten.

  • Hier zählen vor allem Tomaten zu, denn diese verlieren bei zu viel Kälte das Aroma
  • Generell sollten Beeren so frisch wie möglich genossen werden. Wenn dann sollten Erdbeeren auf einem flachen Teller nebeneinander ausgebreitet ins höchste Regal im Kühlschrank, da es dort nicht ganz so kalt ist wie unten (zu kalt gelagert verlieren sie schnell an Aroma)
  • Frühlingszwiebel können, müssen aber nicht im Kühlschrank gelagert werden. Ich gebe sie am liebsten hochkant in ein großes Glas und fülle das mit 1-2 cm Wasser (das jeden Tag gewechselt wird). Wenn man den grünen Teil abschneidet und den weißen Teil in ein klein wenig Wasser im Glas lässt, wächst das Grün immer wieder nach
  • Zwiebel und Knoblauch: kühl und dunkel lagern, Kühlschrank ist aber nicht nötig bzw. kontraproduktiv wegen eventueller Feuchtigkeit

Das war es tatsächlich mit meinem Beitrag über richtig lagern. Ich hoffe tatsächlich, dass ihr damit etwas anfangen könnt und ihr ein paar Tipps mitnehmen konntet. Ich habe bei der Recherche tatsächlich auch total viel gelernt. Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Tag und bleibt gesund.

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2 Idee über “Gemüse und Obst richtig lagern – Tipps #03

  1. Annette sagt:

    Danke für diese tollen Tipps. Da war so einiges dabei was ich noch nicht wusste. Vor allem dass Gurken gut in einem feuchte Tuch gelagert werden können, ich dachte immer das fördert hier Schimmel. Muss ich jetzt auf jeden Fall mal ausprobieren.

  2. Pingback: Hefeflocken: Was und wie gesund sind sie? | LITTLEFORK

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